Studienbeihilfe – Stipendium

Die Studienbeihilfe, umgangssprachlich auch Stipendium genannt, ist die wesentliche Unterstützung, die der Staat an Studierende vergibt. Leider hat das österreichische System viele Schwachstellen und zahlreiche Studierende, die das Geld dringend brauchen würden, bekommen keine Unterstützung (oder viel zu wenig). Dennoch ist es immer besser einen Antrag zu stellen, als zu glauben, dass man sowieso nichts bekommt!

Das System basiert auf der Annahme, dass die Eltern einen Teil der Finanzierung des Studiums übernehmen. Der Teil, den die Eltern nicht übernehmen können, wird vom Staat beigegeben. Das heißt also, dass für den Bezug einer Studienbeihilfe soziale Bedürftigkeit Voraussetzung ist (und diese wird anhand des Einkommens der Eltern berechnet). Dies wird jedoch oft zum Problem, da die finanzielle Absicherung der Studierenden vom Einkommen der Eltern abhängig gemacht wird.

[EXPAND Anspruch auf Studienbeihilfe]

Folgende Personen können Studienbeihilfe erhalten:

  • Österreichische Staatsbürger_innen
  • EWR-Staatsbürger_innen sind gleichgestellt, wenn sie Kinder von Wanderarbeitnehmer_innen sind, selbst Wanderarbeitnehmer_innen sind und vor Aufnahme des Studiums in Österreich berufstätig waren, sie ins staatliche Bildungssystem integriert sind (z. B. österreichische Hochschulreife) oder mindestens fünf Jahre in Österreich gelebt haben.
  • Drittstaatsangehörige sind gleichgestellt, wenn sie sich schon ausreichend lange rechtmäßig und ununterbrochen in Österreich aufhalten (mindestens fünf Jahre).
  • Staatenlose sind gleichgestellt, wenn sie gemeinsam mit wenigstens einem Elternteil zumindest fünf Jahre unbeschränkt einkommenssteuerpflichtig waren und ihren Lebensmittelpunkt in Österreich haben.
  • Konventionsflüchtlinge im Sinne des Art. 1 des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge sind gleichgestellt.

[/EXPAND]

[EXPAND Antragsfrist und Stellen des Antrags]

im Wintersemester: 20. September bis 15. Dezember
im Sommersemester: 20. Februar bis 15. Mai

Wenn du den Antrag innerhalb dieser Frist stellst, bekommst du die Studienbeihilfe ab September (im Wintersemester) bzw. ab März (im Sommersemester) ausbezahlt. Bei verspäteter Antragstellung besteht ein Anspruch auf Studienbeihilfe erst für den der Antragstellung folgenden Monat. Anträge sind auch dann rechtzeitig eingebracht, wenn sie am letzten Tag der Frist nachweislich (eingeschrieben) per Post aufgegeben wurden.

Sollte es dir aus irgendeinem Grund nicht möglich sein, alle Unterlagen fristgerecht einzureichen, so ist es zumindest unbedingt notwendig, das ausgefüllte Antragsformular (bzw. eine formlose Erklärung, dass du Studienbeihilfe und Studienzuschuss beantragst) bei der Studienbeihilfenbehörde abzugeben. Alle anderen Nachweise kannst du noch binnen 14 Tagen nachreichen bzw. bis zu dem dir von der Stipendienstelle gegebenen Termin. Sollten deine Eltern die Herausgabe von notwendigen Unterlagen verweigern, so sind die Unterlagen auf deinen Antrag von der Studienbeihilfenbehörde zu beschaffen.

Die Formulare zum Antragstellen findest du auf der Homepage der Studienbeihilfenbehörde.

Für alle, die in den beiden vorangegangenen Semestern durchgehend Studienbeihilfe bezogen haben, wird der Anspruch automatisch neu überprüft und bis Ende Oktober bzw. Ende Mai ein Bescheid verschickt. Nach einer etwaigen Unterbrechung des Anspruchs ist es aber nötig, wieder einen Antrag zu stellen.

In folgenden Fällen musst du (u. a.) einen neuen Antrag stellen:

  • Wechsel der Studienrichtung oder der Bildungseinrichtung
  • Wechsel des Studienortes
  • wenn dir nur ein Studienzuschuss zuerkannt wurde
  • wenn du ein Studium abgeschlossen hast und für das Folgestudium (Magisterstudium oder Doktorat) Studienbeihilfe beziehen willst
  • wenn der Anspruch auf Studienbeihilfe vorübergehend erloschen ist (z. B. wegen Überschreitens der Anspruchsdauer)

Nach ca. einem Monat (gesetzliche Frist sind drei Monate) erhältst du einen Bescheid von der Studienbeihilfenbehörde. Die Studienbeihilfe wird grundsätzlich für zwei Semester zuerkannt und in zwölf Monatsraten auf dein Konto ausbezahlt.

Der Studienzuschuss wird jährlich zweimal jeweils zur Hälfte im Wintersemester und im Sommersemester ausgezahlt.

Die ÖH Bundesvertretung bietet auf ihrer Homepage einen Stipendienrechner an, mit dem man sich die zu erwartende Studienbeihilfe ausrechnen kann.

[/EXPAND]

[EXPAND Leistungsnachweis & günstiger Studienerfolg]

Für das Beziehen der Studienbeihilfe ist ein günstiger Studienerfolg notwendig. Das Erfordernis des günstigen Studienerfolges umfasst im Wesentlichen den Nachweis von Prüfungen und die Einhaltung einer bestimmten Studienzeit (Anspruchsdauer). Die Bestimmungen über den Nachweis des günstigen Studienerfolgs und die Rückzahlung gelten übrigens auch, wenn du keine Studienbeihilfe, sondern nur den Studienzuschuss beziehst. Das Stundenausmaß richtet sich je nach Hochschule, liegt aber meist bei 30 ECTS-Punkten oder 14 Semesterwochenstunden aus Pflicht- und Wahlfächern nach dem ersten Studienjahr. An Universitäten und Fachhochschulen umfasst der günstige Studienerfolg 30 ECTS-Punkte oder 14 Semesterwochenstunden/Jahr, an Pädagogischen Hochschulen 30 ECTS-Punkte/Jahr. Den erforderlichen Leistungsnachweis für alle übrigen Hochschulen findest du unter www.stipendium.at.
Mindeststudienerfolg

Der Mindeststudienerfolg umfasst das halbe Stundenausmaß des günstigen Studienerfolges. Der Mindeststudienerfolg muss unbedingt nachgewiesen werden, um eine Rückforderung der bezogenen Studienbeihilfe bzw. des Studienzuschusses auszuschließen.

Günstiger Studienerfolg an Unis und FHs

Welche Stunden zählen zum Nachweis?
Der Nachweis umfasst die erfolgreiche Absolvierung von Pflicht- und Wahlfachstunden. Zusatz- und Ergänzungsprüfungen zählen nicht zur Stundenanzahl des Studienerfolges. Lehrveranstaltungen, die im Studienplan nicht mit ECTS-Punkten bewertet sind (z. B. Informationsveranstaltungen in der Studieneingangphase), werden ebenfalls nicht berücksichtigt.

Wann ist der Studienerfolg nachzuweisen?
Der Studienerfolg ist spätestens nach den ersten beiden Semestern (innerhalb der Antragsfrist für das 3. Semester, also bis 15. Dezember oder bis 15. Mai) ab Studienbeginn nachzuweisen. Studierende, die die Studienrichtung gewechselt haben, müssen nach den ersten beiden Semestern jeder Studienrichtung den Studienerfolg nachweisen; er kann aber auch schon vorher nachgewiesen werden. Zum Studienerfolgsnachweis bei einem Studienwechsel nach nur einem Semester siehe oben.

WICHTIG: Wenn dir aufgrund eines Antrages im 2. Semester für das 2. und 3. Semester Studienbeihilfe/Studienzuschuss bewilligt wurde, musst du trotzdem in der Antragsfrist des 3. Semesters den günstigen Studienerfolg von 30 ECTS Punkten bzw. 14 Semesterwochenstunden nachweisen, um auch im 3. Semester Studienbeihilfe und/oder Studienzuschuss beziehen zu können.

Bei Studien, die nicht in Abschnitte gegliedert sind (z.B. Bachelor-, manche Kunststudien) oder deren 1. Abschnitt mindestens sechs Semester umfasst, muss nach dem 6. Semester ein günstiger Studienerfolg im Ausmaß von 90 ECTS-Punkten oder 42 Semesterwochenstunden an Pflicht- und Wahlfächern nachgewiesen werden.
Für den restlichen 1. Abschnitt:

Für den restlichen 1. Studienabschnitt musst du keinen Studienerfolg in Form von Prüfungen mehr vorlegen, außer der 1. Abschnitt dauert mindestens sechs Semester. Wer alle anderen Voraussetzungen weiterhin erfüllt, hat für die restliche Anspruchsdauer des ersten Abschnitts (= Mindeststudienzeit plus ein Toleranzsemester) Anspruch auf Studienbeihilfe und/oder Studienzuschuss.

Anspruchsvoraussetzung für Studienbeihilfe bzw. Studienzuschuss im 2. (3.) Studienabschnitt ist die Absolvierung der 1. (2.) Diplomprüfung. Mit Ablegung der letzten Prüfung des 1. (2.) Abschnitts befindest du dich im 2. (3.) Abschnitt (Antragsfrist für Studienbeihilfe beachten). Auch für den 2. (3.) Abschnitt kannst du während der vorgesehenen Studiendauer zuzüglich eines weiteren Semesters Studienbeihilfe bzw. Studienzuschuss beziehen.

Was passiert, wenn du keinen günstigen Studienerfolg nachweisen kannst? Solange du den günstigen Studienerfolg nicht nachweisen kannst, besteht kein Anspruch auf Studienbeihilfe bzw. Studienzuschuss.

WICHTIG: Auch wenn du aus irgendeinem Grund im 3. Semester keinen Antrag stellst, musst du der Stipendienstelle unbedingt in der Antragsfrist des 3. Semesters den Mindeststudienerfolg nachweisen, weil sonst die gesamte in den ersten beiden Semestern bezogene Studienbeihilfe (Studienzuschuss) zurückgefordert wird! Bitte beachte, dass dir die Stipendienstelle keine Aufforderung schickt, den Studienerfolg nachzuweisen. Wenn du nicht selbst rechtzeitig tätig wirst und den Studienerfolg innerhalb der Frist vorlegst, bekommst du nach Ablauf der Frist einen Bescheid über die Rückforderung. Eine einmal entstandene Rückzahlungsverpflichtung kann nicht mehr nachgesehen werden. Nur eine Reduzierung der Rückforderung ist unter Umständen möglich.

Anders als bei der Familienbeihilfe kannst du nicht für ein zweites Studium Studienbeihilfe beziehen. Nur für ein Masterstudium nach einem Bachelorstudium oder ein Doktoratsstudium nach einem Diplom- oder Masterstudium kann noch Anspruch bestehen.

Anspruch auf Studienbeihilfe für ein Masterstudium besteht trotz Absolvierung eines Bachelorstudiums, wenn du

  • das Masterstudium spätestens 24 Monate nach Abschluss des Bachelors aufgenommen hast und
  • die vorgesehene Studienzeit zur Absolvierung des Bachelors um nicht mehr als drei Semester überschritten hast.

Anspruch auf Studienbeihilfe für ein Doktoratsstudium besteht, wenn du

  • das Doktoratsstudium spätestens 12 Monate nach Abschluss des vorangegangenen Studiums aufgenommen hast und
  • die vorgesehene Studienzeit zur Absolvierung des 2. und 3. Abschnitts des Diplomstudiums oder des Bachelor- oder Masterstudiums oder des Fachhochschul- Studiengangs um nicht mehr als zwei Semester überschritten hast.

Überschreitungen der Studienzeit können bei Vorliegen wichtiger Gründe vom Leiter/ von der Leiterin der Studienbeihilfenbehörde nachgesehen werden.

WICHTIG: Da es nicht möglich ist, sich jederzeit zu inskribieren, sondern nur innerhalb der Zulassungsfristen, darfst du in den meisten Fällen nicht ein Jahr bzw. zwei Jahre verstreichen lassen, bis du das Doktorats- oder Masterstudium aufnimmst. Zeiten des Präsenz- oder Zivildienstes und Zeiten des Mutterschutzes werden nicht in die oben genannten Fristen (12 bzw. 24 Monate) eingerechnet.[/EXPAND]

[EXPAND Zuverdienstgrenze]

Parallel zum Bezug von Studienbeihilfe dürfen 10.000 Euro pro Kalenderjahr verdient werden, ohne dass sich das auf die Studienbeihilfe auswirkt. Dieser Betrag bezieht sich auf Einkünfte im Sinne des Studienförderungsgesetzes (= Bruttoeinkommen minus Sozialversicherungsbeitrag, Werbungs- und Sonderpauschale).

ACHTUNG: Auch Waisenpensionen, Kinderbetreuungsgeld, Arbeitslosengeld etc. sind Einkünfte im Sinne des Studienförderungsgesetzes.

Für Studierende, die Kinder haben, erhöhen sich diese Beträge. Für jedes Kind, für das du unterhaltspflichtig bist, wird ein Absetzbetrag berücksichtigt (z.B. 2.762 Euro für Kinder unter sechs Jahren). Bei Überschreitung der Einkommensgrenze wird die Studienbeihilfe um den Betrag gekürzt, um den die Einkommensgrenze überschritten wurde. Das gilt auch für den Studienzuschuss.

ACHTUNG: Bei den Verdienstfreigrenzen gibt es einen wichtigen Unterschied: Zwar werden deine aktuellen Einkünfte (also die des jeweiligen Kalenderjahres) herangezogen, bei deinen Eltern bzw. deinem Ehepartner oder deiner Ehepartnerin ist jedoch das Vorjahreseinkommen relevant.

Bei der Antragstellung musst du daher eine Erklärung über dein zu erwartendes Einkommen in den Zeiträumen, für die du Studienbeihilfe beantragst, abgeben. Diese Erklärung wird der Berechnung der Studienbeihilfe zugrunde gelegt. Wenn das tatsächlich erzielte Einkommen feststeht, wird nachträglich überprüft, ob die Einkommensgrenze überschritten wurde. Wenn das der Fall ist und daher die abschließende Berechnung ergibt, dass dir weniger Studienbeihilfe zusteht, als aufgrund deiner Erklärung berechnet wurde, kommt es zu einer Rückforderung des ausbezahlten Mehrbetrags. Umgekehrt kann es auch zu Nachzahlungen kommen, wenn man das Einkommen zu hoch eingeschätzt hat. [/EXPAND]

[EXPAND Anspruchsdauer bei Studienbeihilfe]

Anspruch auf Studienbeihilfe besteht für die Mindeststudiendauer zuzüglich eines weiteren Semesters (Toleranzsemester) pro Studienabschnitt. Bei Studien ohne Abschnittszählung (z. b. bei Bachelorstudien) steht dir unter bestimmten Voraussetzungen ein Toleranzsemester zu ( “günstiger Studienerfolg“). Bei Vorliegen wichtiger Gründe kann sich die Anspruchsdauer um zusätzliche Semester verlängern.

Falls die 1. Diplomprüfung innerhalb der Mindeststudienzeit abgelegt wird, kann das nicht verbrauchte Toleranzsemester in den 2. Abschnitt mitgenommen werden (ebenso kann das nicht verbrauchte Toleranzsemester des 2. Abschnitts in den 3. Abschnitt mitgenommen werden). Beendest du in der Anspruchsdauer den 1. Abschnitt nicht, hast du so lange keinen Anspruch, bis du den ersten Abschnitt beendet hast. Im 2. Abschnitt kannst du Studienbeihilfe nur dann wieder beziehen, wenn du nicht mehr als die doppelte Mindeststudiendauer plus 1 Semester für den ersten Abschnitt gebraucht hast. Andernfalls hast du nie mehr Anspruch auf Studienbeihilfe.

Eine Nachsicht bei der Studienzeitüberschreitung ist nur bei Vorliegen wichtiger Gründe (z. b. Krankheit, Schwangerschaft, Pflege und Erziehung eines Kindes, Auslandssemester) möglich.

ACHTUNG: Die letzte Prüfung des 1. Abschnitts muss im letzten Semester rechtzeitig, d. h. im Wintersemester bis 28. (29.) Februar, im Sommersemester bis 30. September abgelegt werden. Eine Ablegung der Prüfung in der Inskriptionsfrist des folgenden Semesters reicht nicht.

Verlängerung der Anspruchsdauer
Die Anspruchsdauer ist ohne weiteren Nachweis über die Verursachung der Studienverzögerung in folgendem Ausmaß zu verlängern:

  • bei Schwangerschaft um ein Semester
  • Für die Erziehung, Pflege und Betreuung bis zur Erreichung des sechsten Lebensjahres des Kindes um maximal zwei Semester pro Kind.
  • bei Ableistung des Präsenz- oder Zivildienstes während der Anspruchsdauer um ein Semester für jeweils sechs Monate der Ableistung
  • bei Studierenden, deren Grad der Beeinträchtigung mit mindestens 50 Prozent festgestellt ist, um zwei Semester pro Abschnitt. Zusätzlich kann nach einer Verordnung die Anspruchsdauer für Studierende mit bestimmten schweren Behinderungen oder chronischen Erkrankungen um bis zu zwei Semester pro Studienabschnitt verlängert werden.

Weitere wichtige Gründe, die zur Verlängerung der Anspruchsdauer führen können, wenn du nachweist, dass die Studienzeitüberschreitung dadurch verursacht wurde, sind: Krankheit, wenn sie durch fachärztliche Bestätigung über die Art und die Dauer der Erkrankung nachgewiesen wird (aber Vorsicht: Wenn von dem Arzt/ der Ärztin eine völlige Behinderung am Studium bestätigt wird, führt dies zum Ruhen der Studienbeihilfe) sowie jedes unvorhergesehene oder unabwendbare Ereignis, wenn den Studierenden oder die Studierende daran kein Verschulden oder nur ein minderer Grad des Versehens trifft (z. B. Unfall, aber auch Behinderungen im Studien- und Prüfungsbetrieb wie Nichtzulassung zu einer Lehrveranstaltung wegen Platzmangel oder Überschreitung der Begutachtungsfrist für die Diplomarbeit oder die Dissertation).

Die Anspruchsdauer kann um ein weiteres Semester verlängert werden bei:

  • Studien im Ausland
  • überdurchschnittlich umfangreichen und zeitaufwändigen wissenschaftlichen Arbeiten oder ähnlich außergewöhnlichen Studienbelastungen.

Dies ist nur dann möglich, wenn das überwiegende Ausmaß der Studienzeitüberschreitung auf einen dieser Gründe zurückzuführen ist und aufgrund der bisherigen Studienleistungen zu erwarten ist, dass die Diplomprüfung (das Rigorosum) innerhalb der Anspruchsdauer (also im Zusatzsemester) abgelegt wird.

Die Anspruchsdauer richtet sich nach den Auszahlungsterminen des Semesters. Das ist auch von Bedeutung für die Prognose des voraussichtlichen Studienabschlusses. Es muss also zu erwarten sein, dass der Studienabschnitt bis Ende Februar bzw. bis Ende August (je nachdem, ob das Zusatzsemester das Wintersemester oder das Sommersemester ist) abgeschlossen wird.

WICHTIG: Ein Auslandssemester führt also entgegen anders lautenden Gerüchten nicht in jedem Fall zu einer Verlängerung des Anspruchs auf Studienbeihilfe.[/EXPAND]

[EXPAND Studienwechsel]

Das Studium darf zweimal nach je maximal zwei Semestern gewechselt werden.

Ein zulässiger Studienwechsel liegt dann vor, wenn du die vorherige Studienrichtung nicht mehr als zwei Semester inskribiert warst. Ein Wechsel zu einem schon einmal betriebenen Studium gilt als Studienwechsel (z.B. Jus-BWL-Publizistik-Jus: der letzte Wechsel besiegelt das Ende des Studienbeihilfenanspruchs).

Bei einem späteren Wechsel (nach zwei oder mehr Semestern) ist es möglich, nochmals Studienbeihilfe zu erhalten – nämlich dann, wenn du in der neuen Studienrichtung gleich viele Semester gemeldet bist, wie in den zuvor betriebenen. Bei einem Studienwechsel nach dem 1. Semester kann beim geforderten Leistungsnachweis (nach dem 2. Semester) der Studienerfolg je zur Hälfte aus beiden Studienrichtungen nachgewiesen werden. Nach den ersten beiden Semestern der neuen Studienrichtung ist der geforderte Leistungsnachweis im vollen Umfang vorzulegen. Wichtig ist aber, dass du einen neuen Antrag stellst!

Nicht als Studienwechsel gelten:

Studienwechsel,

  • die durch ein unabwendbares Ereignis ohne Verschulden des/der Studierenden zwingend herbeigeführt wurden (z.B. bleibende Handverletzung bei Klavierstudium, Allergie gegen bestimmte Laborstoffe bei ChemiestudentInnen).
  • bei denen die gesamten Vorstudienzeiten für die Anspruchsdauer des nunmehr betriebenen Studiums berücksichtigt werden. [/EXPAND]

[EXPAND Verlust des Anspruches auf Studienbeihilfe]

Der Anspruch auf Studienbeihilfe erlischt mit Ende des Monats, in dem der/die Studierende
• verstorben ist,
• das Studium abbricht,
• die österreichische StaatsbürgerInnenschaft verloren hat,
• die letzte Prüfung seines/ihres Studiums abgelegt hat (WICHTIG: Der Anspruch endet bereits vor der Sponsion bzw. Promotion)
• das Studium wechselt!
Daher ist ein Studienwechsel bei laufendem Beihilfenbezug unbedingt der Stipendienstelle mitzuteilen und neuerlich ein Antrag auf Studienbeihilfe zu stellen, da die Studienbeihilfe (und der Studienzuschuss) nach dem Studienwechsel sonst zu Unrecht bezogen wird und zurückgezahlt werden muss!
Der Anspruch erlischt aber auch, wenn du nur den Studienort oder die Bildungseinrichtung wechselst! Auch der Wechsel des Studienorts oder der Bildungseinrichtung muss daher der Stipendienstelle mitgeteilt und bei der nunmehr zuständigen Stipendienstelle neuerlich ein Antrag gestellt werden.[/EXPAND]

[EXPAND Weitere Erleichterungen für Studienbeihilfenbezieher_innen]

Wenn du Studienbeihilfe beziehst, hast du auch die Möglichkeit dich von den GIS – Gebühren sowie der Rezeptgebühr befreien zu lassen. Die ist unabhängig von der Höhe der von dir bezogenen Studienbeihilfe möglich.

[/EXPAND]

Fragen zu Beihilfen &Co? Stell sie uns, wir helfen dir weiter!

WordPress.org

© 2010 VSStÖ Graz - Business WordPress Theme by ThemeShift