In Österreich stehen zahllose Wohnungen leer. In Städten, wo der Wohnraum dringend benötigt wird, ist die Lage besonders schlimm. Wohnungen sind zum Wohnen und nicht zum Spekulieren da! Deshalb braucht es eine Meldepflicht für leerstehende Wohnungen und eine Leerstandsabgabe. Außerdem fordern wir eine Mietzinsbeschränkung, damit das Wohnen vor allem in Ballungszentren, wo sich die meisten Hochschulen nun einmal befinden, wieder leistbar wird und leistbar bleibt! Parallel dazu soll der Ausbau sozialen Wohnbaus und Projekten für “Jungen Wohnbau” forciert werden. Als sozialen Wohnbau bezeichnet man den staatlich geförderten Bau von Wohnungen. Die Wohnungen sind belegungs- und mietpreisgebunden und stehen sozial schlechter gestellten Gruppen zur Verfügung. Sozialer Wohnbau muss flächendeckend verfügbar sein! Studierende dürfen nicht aufgrund von Wartelisten von ihrem Studium abgehalten werden. Auch an hohen Kautionen und Investitionen (Renovierung, Möbel usw.) darf ein Studium nicht scheitern. „Junges Wohnen“-Projekte
haben drei Merkmale: es gibt keine Kaution, die Mieten sind günstig und die Wohnungen voll möbliert. Sie ermöglichen es Jugendlichen und Studierenden, die noch auf kein Einkommen oder Erspartes zurückgreifen können, einen eigenen Wohnraum zu haben.

Eine ähnliche Lösung bieten Studierendenwohnheime. Möblierte Zimmer zu All-Inclusive-Preisen (inkl. Strom, Internet etc.) in einem Wohnhaus voller Studierender. Dieses gut klingende Konzept hat leider oftmals einen Haken: Durch die Abschaffung der Heimförderung, die vom damaligen Wissenschaftsministerium ausgezahlt wurde, garantierte, dass Studierendenheime gemeinnützig und nicht kostendeckend arbeiten müssen. Da nun kaum mehr Auflagen für Studierendenheime vorliegen, eröffnen immer mehr Luxuswohnheime in Hochschulstädten, die den Preis aller Studierendenheime in die Höhe schnellen lassen. Zusätzlich unterliegen Studierendenwohnheime nicht dem Mietrecht und befinden sich deshalb in einer rechtlichen Grauzone. Es braucht die Wiedereinführung der staatlichen Heimförderung, die garantiert, dass Studierendenwohnheime gemeinnützig verwendet werden und nicht als Spekulationsmasse für Immobilienhaie dienen dürfen.