In der Hochschulvertretungssitzung am 20. März wurde unser Antrag „Kein Platz für Mitglieder rechtsextremer Burschenschaften im Universitätsrat der Karl-Franzens-Universität“ mit Stimmen aus allen Fraktionen beschlossen. Wir freuen uns über das klare Bekenntnis der Hochschulvertretung.

Hier der Antragstext:
Alois Gruber, Mitglied der Burschenschaft Arminia Czernowitz wurde von der Bundesregierung als Universitätsrat der Karl-Franzens-Universität bestellt.
Dies ist aus zweierlei Gründen problematisch:
Gruber betätigte sich als Autor im, vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) als rechtsextrem eingestuften, Burschenschafter-Blatt Aula.
Die schlagende Burschenschaft Arminia Czernowitz ist offen deutschnational und hat tiefe Verstrickungen in die rechtsextreme Szene.
So veranstalten die Burschenschafter im April 2010 einen Vortragsabend mit Richard Melisch, den das DÖW als „antisemitischen Reisekader mit Neonazi-Kontakten“ bezeichnet. Aufgefallen sind die Schlagenden auch im Jahr 2013. Da sollen laut DÖW „weite Teile der Arminia-Aktivitas auch in der rechtsextremen Identitären Bewegung Österreich (IBÖ) aktiv“ gewesen sein. Dass die Burschenschafter das rechtsextreme Magazin „Info-Direkt“ bewerben, überrascht wenig. Im Jahr 2016 haben sie als Anmelder der einschlägigen Konferenz „Verteidiger Europas“ fungiert.
Die Burschenschaft Arminia Czernowitz ehrt offen SS-Mitglieder und NS-Kriegsverbrecher als herausragende Arminen (z.B. Rudolf Wagner).
Ein Bild über die deutschnationale Gesinnung der Arminia Czernowitz kann man sich auch auf Facebook oder der ihrer Website machen:
https://www.facebook.com/arminia.czernowitz/
https://www.arminia.at

Alois Gruber darf unterstellt werden, das Weltbild seines Lebensbundes zu teilen, zumal er öffentlich nie etwas anderes behauptet hätte.
Dieses Weltbild steht diametral gegen die liberalen Werte der Aufklärung, denen sich die Universität verschrieben hat.
Für uns als HochschülerInnenschaft, die die Interessen der Studierenden an der Karl-Franzens-Universität zu vertreten hat, ist so eine Person nicht hinnehmbar, daher heißt es handeln und Zeichen setzen!
Weitere Quellen:
https://www.doew.at/…/rechtsextremismus/rechtsextr…/die-aula
derstandard.at/20000…/Wie-die-Regierung-die-Uni-Raete-umbaut

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